Volume: 4 Issue: 1

European Journal of Economics and Economic Policies: Intervention

Forum: Wirtschaftspolitische Trends in Lateinamerika: Ende des Neoliberalismus?

Trends in Latin America's Economic Policy: The End of Neo-Liberalism?

Abstract

First paragraph

Lateinamerika wird nunmehr durchwegs von linken bzw. sozialliberalen Regierungen dominiert. Hugo Chávez (Venezuela), Evo Morales (Bolivien), Michelle Bachelet (Chile), Luiz Inácio Lula da Silva (Brasilien) und Tabaré Vasquez (Uruguay) sind die weit über den Kontinent hinaus bekannten Aushängeschilder. Sie gelten vielfach als Hoffnungsträger für Lateinamerika und werden häufig als Alternative zu neoliberalen Politikmustern gesehen. Schon wird auch die Frage nach dem Verfall neoliberaler Hegemonie (vgl. Burchardt 2004, Boris et al. 2005) gestellt. Auch schwingt vielfach die Erwartung mit, dass die Entwicklungen in Lateinamerika über den Subkontinent hinaus Richtung weisend sein könnten. Gleichzeitig wird von konservativer Seite zum Teil die Befürchtung geäußert, dass sich der noch in den 1990er Jahren durchwegs vorhandene pro-US-amerikanische Kurs der meisten Staaten ändern und damit eine Reduktion des hegemonialen Einflusses der USA einhergehen könnte. Für die Einschätzung der aktuellen Veränderungen werden in diesem Beitrag aufbauend auf einer kurzen Analyse historischer Entwicklungslinien die aktuellen Veränderungsprozesse in zentralen Politikfeldern analysiert.

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