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Editorial

Abstract

First paragraph

»Publizieren als Prostitution?« – so fragte Bruno S. Frey jüngst in einem Beitrag (Public Choice 116[1-2], 2003), der auf die Kosten des Publikationsprozesses in referierten wissenschaftlichen Zeitschriften hinweist. Es entstünden individuelle Kosten, da sich ein signifikanter Anteil von Autor|inn|en, die in referierten Zeitschriften veröffentlichen wollen, an die (vermuteten) Erwartungen von Herausgeber|inne|n und Gutachter|inne|n anpasse und daher bestimmte Aussagen entweder unterdrücke oder entgegen der eigenen Ansicht vertrete. Zusätzlich fielen auch Kosten für die Theoriebildung an: Denn es sei davon auszugehen, dass vielen Gutachter|inne|n die Bestätigung der eigenen Meinung wichtiger sei als die Entwicklung innovativer, dem mainstream möglicherweise widersprechender Ideen, die jedoch durchaus die Theoriebildung bereichern könnten.

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